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Willkommen bei 'Freundschaft macht Schule'
Die Altonaer Initiative »Freundschaft macht Schule« führt seit 1991 jährlich im November Aktions- und Kulturtage durch. Wir wollen Zeichen setzen und Anregung geben für ein freundschaftliches und friedliches Miteinander der Kulturen.
Hoyerswerda – Der Beginn
Es begann mit dem verbrecherischen Brandanschlag auf ein Heim in Hoyerswerda, in dem Menschen lebten, die vor Krieg, wirtschaftlicher und politischer Bedrückung flohen. Altonaer Schulen taten sich zusammen, um gegen dieses menschenverachtende Verbrechen zu protestieren.
"Wir Kinder vieler Sprachen hier in Altona"
Das war die Geburtsstunde der Initiative »Freundschaft macht Schule«, in der sich unter tatkräftiger Mithilfe der Altonaer Bezirksversammlung und der Schulbehörde Altonaer Schulen und andere Kulturträger zusammentaten. Denn es wurde schnell klar: Es genügt nicht, gegen etwas zu protestieren, was woanders war, wenn nicht auch zugesehen wird, wie es bei uns selbst aussieht. "Wir Kinder vieler Sprachen hier in Altona" hieß im darauf folgenden Jahr eine Malaktion. Zu ihr sollten Kinder darüber nachdenken, wie sie ihre Lebenswelt sahen. Was dabei herauskam, war alles, was das Leben so ausmacht, Freude, Glück, Freundschaft, Hass, Angst und Armut.
Altonaer Aktions- und Kulturwoche – »grenzenlos offen«
Die Altonaer Aktions- und Kulturwoche war geboren. Sie findet seitdem jedes Jahr im Herbst statt. Schulen taten sich zusammen, andere Kulturträger wie Theater und Kinos kamen dazu. Meistens stehen die Aktions- und Kulturwochen unter einem Motto, das zum Thema Fremdenfeindlichkeit und Rassismus aktuelle Bezüge herstellt oder Formen von gesellschaftlichem Denken und Handeln benennt, die wir für erstrebenswert halten. So fanden Aktions - und Kulturwochen unter dem Motto »grenzenlos offen« oder »Hinein und hinaus - Integration gefällig?« oder »offen macht anders«, »Klappe auf«, »Gib Pass Mann – Fluchtpunkt Deutschland« statt.
Das, was auf den Veranstaltungen der Aktionswochen gezeigt wird, sind Ergebnisse von Arbeiten an den Schulen, die langfristig angelegt sind. Insofern sind die Aktionswochen immer auch Dokumentationen eines Selbstverständnisses dessen, was an den Schulen eines multikulturellen Stadtteiles passiert. Die Altonaer Schulen sind Schulen ihres Stadtteils, sie fördern Aufklärung, Solidarität und Nachdenken über sich selbst. Sie leisten Beiträge zu einer positiven Identitätsfindung.
»Gib Pass Mann – Fluchtpunkt Deutschland« (2006)
Die Kulturwoche 2006 fand unter dem Motto »Gib Pass Mann – Fluchtpunkt Deutschland« statt. Das Motto verweist auf die besondere Situation der Kinder in unseren Schulen, die keinen gesicherten Aufenthaltsstatus haben. Auch und gerade diese Kinder, die aus ihren Ländern fliehen mussten, vor Krieg, Bedrohung oder Hunger, gehören zu uns und brauchen Schule, unsere Beachtung und unseren Schutz. Im Jahr 2007 wollten wir am Thema bleiben. Unsere Aktionswoche stand unter dem Motto: »Wir bleiben am Ball«.
»Respekt« (2008)
Im letzten Jahr stand die Aktionswoche/Aktionstage, unter dem Motto »Respekt ?!«. Ein Wort, das in aller Munde ist, das fast schon zu häufig in jeden x-beliebigen Zusammenhang gestellt wird. Wir haben versucht das Wort während der Aktionstage und auch darüber hinaus mit Inhalten zu füllen.